Aufbau und Geschichte des Gartens:
Geschichte des Gartens - Der Garten des Alten Forstamtes wurde von uns in mehr als 30 Jahren wieder in seinen Originalzustand wie zur Biedermeierzeit versetzt. Auf der Basis von Briefen und Zeichnungen und Fotos die uns vorliegen und die aus den frühen 30er Jahren datieren, sowie Gartenplänen und Fotos, die uns Nachfahren der ehemaligen Forstmeister zur Verfügung gestellt hatten, war dies möglich.
Beschreibung: Es handelt sich um einen klar gegliederten Garten, einen sogenannten "Deutschen Garten", der von Buchsbaumrabatten und Kieswegen gesäumt wird und dessen Zentrum ein Rondell mit Sonnenuhr auf der Südseite vor dem Haupthaus bildet. Das Rondell (das sogenannte "Runde Beet") ist mit Rosen, Lavendel und weiteren saisonalen Pflanzen (die jährlich wechseln) bepflanzt. Zu jeder Jahreszeit ist dieses Rondell daher sehr reizvoll, in diesem Jahr herrschen die Farben Blau und Gelb. Ein Pavillion dient als Laube für die gemütliche Kaffestunde und zusätzlich werden dort im Sommer empflindliche Pflanzen wie z.B. Tomaten, Gurken und Paprika gezogen.
Sichtachsen:Der Blick geht nach Süden, über das Rondell, auf den weissen Pavillion, auf den Garten auf den Wald und auf die Sichtachse der zwei mehr als 120 Jahre alten Lindenbäume auf der Schafweide. Unter den Linden befinden sich die Gräber der Forstmeisterhunde (zu den Zeiten der preussischen Forstmeister gab es hier zeitweise 13 Hunde). Noch heute ist erkennbar, wie vorausschauend die Forstmeister und Förster früherer Generationen vorausschauend Bäume gepflanzt und die Umgebung gestaltet haben, es ist Ihnen erfolgreich gelungen einen Landschaftspark in der Umgebung des Hauses und im Tal zu gestalten. Leider sind diese Bäume zum Teil heute gefährdet, da Sie noch nicht als zu schützende Bäume erkannt werden. Hoffentlich ändert sich diese Einstellung noch!
Viele der Sichtachsen auf dem Grundstück und in der Umgebung die auf Baumgruppen gehen, sind noch heute gut erkennbar. Auch wurden von den Forstmeistern viele noch heute vorhandene Pflanzen eingeführt, so befinden sich seltene Pflaumensorten, ursprüngliche Apfelsorten, Jasmin, Schneeglöckchen und vieles mehr unter den Pflanzen die die Forstmeister hinterließen.
Nutzgarten: der Nutzgarten am Haus ist mit Obstbäumen und Obstbüschen bepflanzt (z.B. Apfelbäume, Birnbäume, Pflaumenbäume, Johannisbeerbüsche und Stachelbeerbüsche, Himbeer- und Brombeeranken) und befindet sich im unteren Teil des Gartens. Früher befanden sich an allen Eckpunkten des Grundstücks Sauerkirschen, diese sind teilweise nicht mehr vorhanden, werden aber peú á peú ersetzt.
Gemüsegarten: Im vor dem Geflügel geschützten und eingefriedeten Gemüsegarten wachsen Bohnen, Erbsen, Paprika, Tomaten, Mangold, Kohlpflanzen (Grün, Weiss und Rotkohl), Gurken, Kürbis, Salat, Kapuzinerkresse und weitere typische Pflanzen des Bauerngartens und auch tpyische Blumensorten als auflockerndes dekoratives blühendes und kulinarisches Element.
Viele Kräuter und Gewürzpflanzen des klassischen Bauerngartens haben hier ihren Platz gefunden. Historische Erdbeersorten und weitere Obstsorten wachsen ebenfalls im Garten. Der Eigenbedarf der Familie an Gemüse wird zum grössten Teil aus dem Garten gedeckt.
Rosen: Die Rosenrabatten werden von Buchsbaum eingegrenzt und werden von Forngehölzen, Eibenhecken und Buchsbaumkugeln und Buchsbaumzylindern flankiert. Die historischen Rosen sind in Farben eingeteilt und die Beete werden von Rittersporn, Margariten, Lavendel und weiteren Pflanzen aufgelockert. Durch diese Kombination entsteht der Eindruck eines farbigen Blumenstrausses.
Formen und Struktur des Gartens: 4 hölzerne Pergolen sind in regelmässigen Abständen im Garten platziert und teilen den Garten so in einzelne Abschnitte. Diese Pergolen sind mit Rankrosen, Clematis oder anderen Rankpflanzen bewachsen. An den Garten schliessen sich der Pavillion und die von Stakettenzäunen eingefriedeten Weiden für die Schafe an.
Bäume: Säuleneichen, Eichen, Buchen, Küstenfichten und andere seltene Baumarten befinden sich auf dem Arboretum vor dem Haus welches von Rhododendron und exotischen, kleinwüchsigen Bäumen und Sträuchern aufgelockert wird.

