"Lust auf Gartenbau"
„Wie die Saat, so die Ernte“.
Spätestens, wenn im Frühjahr die bunten Gartenkataloge der Gartnereien ins Haus flattern und die schönen Gartenzeitschriften wieder viele Anregungen für den Garten in der neuen Saison bringen, beginnt es bei den meisten Hobby-Gärtnern in den Fingern zu kribbeln. Mir geht es auch so.
Trotz niedriger Temperaturen möchte man endlich wieder mit der Gartenarbeit beginnen. Die Besuche in Gartencentern und Gärtnereien mehren sich und man macht Pläne, wie der Garten in dieser Saison gestaltet werden soll. Der Anbau von eigenem Gemüse lohnt sich, denn was gibt es Schöneres, als selbst gezogenes Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten und zu verarbeiten. Aber hier gilt, ebenso wie in allen Bereichen des Lebens, eine intensive Vorbereitung ist die Vorraussetzung für den Erfolg. Es gibt Regeln für Saat des Gemüses und Anlage der Beete sowie für die Zusammenstellung der Gemüsearten die man nebeneinander pflanzt – und das gilt besonders, wenn man das Gemüse nicht als kleine Pflanze in der Gärtnerei kauft, sondern selbst aussäet. In jedem Fall steht vor der Umsetzung die umfangreiche Planung.
Zunächst ist der benötigte Flächenbedarf zu beachten, wenn man man seine Familie über das Jahr hinweg mit selbstgezogenenem Gemüse versorgen möchte, gilt die Faustregel von ca 40 qm2 Anbaufläche pro Person für die Anpflanzung. Es hat sich ebenfalls als hilfreich erwiesen, bei der Bepflanzung der Beete die über Generationen von Gärtnern überlieferten Regeln zum Thema „Gute-“ bzw „Schlechte Nachbarschaft bei Gemüsepflanzen“ zu beachten.
Auch die Beachtung des „Prinzips der Fruchtfolge beim Gemüseanbau“ ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Gemüseanbaus.
Anbei ein paar Tipps (aus eigener Sicht) für den erfolgreichen Start des eigenen Gemüseanbaus: Die Vorbereitung: Im Herbst des vorangegangenen Jahres wurde der Bereich auf dem das Gemüse wachsen soll mit Mist bedeckt (bei uns ist dies Schafmist, den haben wir ja reichlich von unseren Schafen). Im zeitigen Frühjahr (meist März/April) wird der der Mist dann untergegraben und die Reihen vor der Aussaat mit der Hacke gelockert. Falls nötig, wird der Boden durch Zugabe von weiterem Dünger verbessert. Die eigentliche Aussaat des Gemüses beginnt erst bei steigenden Luft und Bodentemperaturen. In diesem Jahr wurde meine Geduld auf eine harte Probe gestellt, denn es wurde Mitte April bis die Erde die richtige Bodentemperatur für die Aussaat hatte.
Bis zu diesem Moment warteten die meist herrlich dekorativ bedruckten Samentütchen im Regal auf Ihren Einsatz. Aber es half nichts, denn wenn der Boden noch zu kalt ist, kann die Saat noch nicht ausgebracht werden. Aber einige Dinge sind von uns zu beeinflussen und diese werden hier aufgeführt. Ein altes Sprichwort sagt: „Wie die Saat, so die Ernte“. Mit der Gemüseaussaat ist man auf der sicheren Seite, wenn man mit der Aussaat des Gemüses erst dann beginnt, wenn die Erde die optimale Keimtemperatur für das jeweilige Gemüse hat. Man spricht von einer *Mindestkeimtemperatur“ die von Gemüsesorte zu Gemüsesorte unterschiedlich ist. Die *Mindestkeimtemperatur entspricht der Mindestbodentemperatur. Wenn der Boden die Optimale Temperatur für die jeweilige Gemüsesorte erreicht hat, ist der richtige Termin für die Aussaat gekommen. Bei Optimaler Bodentemperatur keimt das Gemüse schneller und die Gefahr der Schädigung des Saatgutes durch Pilze und Schädlichinge ist um einiges geringer. Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass die Gemüsesamen auch nicht zu lange im Boden liegen. Sie sollten zügig keimen. So beginnen Möhren bei einer Mindestkeimtemperatur von 4° Celsius erst nach 6 Wochen zu keimen. Wenn der Boden aber eine Temperatur von 12° Celsius hat, beginnen Sie bereits nach 14 Tagen zu keimen. Daher ist es besser, wenn man mit der Aussaat wartet, bis die optimalen Temperaturen erreicht werden (auch wenn es schwerfällt..). Gemüseart Mindestkeimtemperatur* Optimale Temperatur Spinat 4° Celsius 10-20° Celsius Radieschen 4° Celsius 15-20° Celsius Rettich 4° Celsius 15-20° Celsius Möhren 4° Celsius 18-20° Celsius Erbsen 5° Celsius 18-20° Celsius Buschbohnen 12° Celsius 20-25° Celsius Stangenbohnen 12° Celsius 20-25° Celsius.
Die Aussaat: Vor der Aussaat werden Reihen gezogen, damit die Gemüsepflanzen auch optimal gesäet werden können. Bei der Aussaat folgt man den Anweisungen auf der Samentüte. Dort ist genau beschrieben, wie das Saatgut ausgesäet werden muss und mit wieviel Erde das Saatgut bedeckt werden soll. Eine Gärtnerregel dazu lautet – den Samen nur so hoch mit feingesiebter Erde zu bedecken wie die Samen dick sind. Es ist übrigens nach der Aussaat notwendig stets darauf zu achten, dass die Erde immer gleichmäßig feucht bleibt, d.h. nicht völlig austrocknen soll aber auch nicht zu nass sein. Wenn die Temperaturen noch relativ kühl sind, kann durch die Verwendung von Vliesen und Folien den Start der Aussaat um etwa 2 Wochen verfrühet werden.. Durch diesen Schutz erwärmt sich der Boden schneller. Die Vliese oder Folien schützen die keimende Saat vor Schädlingsbefall durch kleine Gemüsefliegen oder Vögel. Gute oder Schlechte Nachbarschaft? Unterschiedliche Gemüsearten die man kombinieren kann oder die man nicht kombinieren kann:
1.Die unterschiedlichen Gemüsearten in einem Gemüsebeet sollten sich über und unter der Erde ergänzen, damit meine ich, dass sich die Pflanzen zum Beispiel nicht untereinander mit Ihren Blättern oder Früchten gegenseitig bedrängen können.
2. Die Gemüsepflanzen in einer Mischkultur nehmen aus dem Boden ganz unterschiedliche Mengen an Nährstoff und geben selbst auch bestimmte Substanzen aus Ihrem Stoffwechsel an den sie umgebenden Boden ab. Diese Wurzelausscheidungen und die Düfte der Pflanzen spielen beim Thema Gute/Schlechte Nachbarschaft eine wichtige Rolle. Es gibt Pflanzen die gern nebeneinander wachsen und andere behindern einander. So kann es sehr positiv sein aromatische Würzpflanzen neben Gemüsepflanzen zu setzen und diese tragen dann sogar zum Wohlgeschmack des Gemüses bei.
3. die Anpflanzung von Kräutern in der Nachbarschaft von Gemüsen kann Krankheiten und Schädlinge verhindern.
4. Niemals Pflanzen nebeneinander pflanzen, die die gleichen Schädlinge anziehen. So kann man die Ausbildung von „Schädlingsnestern“ verhindern.
5. Das Wachstum der Gemüsepflanzen kann bei falscher Zusammenstellung der Nachbarschaft schlechter ausfallen und und manchmal sogar komplett gestoppt werden, wenn diese Regeln nichtangewendet werden.
Beispiele für erfolgreiche und weniger Erfolgreiche Nachbarschaften bei Gemüse
(aus Platzgründen hier nur einige ausgesuchte Beispiele!)
So vertragen sich Radieschen mit Bohnen Erbsen, Kohl, Kopfsalat und Möhren - vertragen aber eine Gurken in Ihrer Nachbarschaft. Stangenbohnen harmonieren mit Bohnenkraut,Erdbeeren,Gurken,Sellerie,Rote Beete, Kohlarten und Kopfsalat aber vertragen keine Pflanzen wie Erbsen, Fenchel und Knoblauch in ihrer Nähe. Gurken leben in guter Nachbarschaft mit Bohnn, Dill, Erbsen, Fenchel, ebenso mit Kohl, Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais, Rote Beete, Sellerie, Zwiebeln, wachsen aber nicht gut neben Tomaten und Radieschen. Möhren sind verträglich mit Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Rettich, Tomaten, Zwiebeln und Schnittlauch.
Fruchtfolge bei Gemüse: Wenn die gleichen Gemüse oder verwandte Arten zu häufig auf derselben Fläche angebaut werden können sich Krankheitserreger und Schädlinge im Gartenboden vermehren. Oder es kann passieren, dass sich Älchen (Fadenwürmer) ansiedeln, diese gefährden z.B. Möhren oder andere Doldenblütler, so werden Sellerie, oder Kohlpflanzen durch die Kohlhernie angegriffen und Salate sind durch Pilzkrankheiten gefährdet. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man die Fruchtfolge daher richtig planen. Ein "gesundes Nacheinander" der verschiedenen Gemüsesorten“ ist nicht nur entscheidend, weil sich dadurch das Krankheits- und Schädlingsrisiko vermindert, sondern es bewirkt auch, dass Nährstoffe im Boden besser genutzt werden. Die Regeln einer richtigen Fruchtfolge sollten daher beachtet werden. Man solte die Gemüsearten jedes Jahr wechseln und ebenso sollten sollten sich Pflanzen verschiedener Familien Jahr für Jahr abwechseln. Es ist nicht ratsam jedes Jahr die gleichen Pflanzen am gleichen Ort zu pflanzen oder zu säen. Berücksichtigung besonders empfindlicher Pflanzenfamilien: Hauptkulturen, wie Kreuzblütler, Hülsenfrüchte oder Doldenblütler benötigen eine lange Zeit für ihr Wachstum. Daher sollten diese empfindlichen Pflanzensorten möglichst in dreijährigem Abstand auf Pflanzenarten der eigenen Familie folgen. Eine dreijährige Anbaupause ist unumgänglich bei besonders lange stehenden Kulturen, wie im Herbst zu erntenden Kohlarten, oder auch bei Sellerie, Petersilie und dies trifft auch zu für Stangenbohnen. Auf sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert (Säurewert des Bodens), wo die Kohlgewächse durch die Kohlhernie gefährdet sind, sollten sogar fünf Jahre keine Kreuzblütler aufeinander folgen. Diese Forderungen sind bereits annähernd erfüllt, wenn darauf geachtet wird, dass keine der besonders gefährdeten Pflanzenfamilien (Dolden-, Korb-, Kreuz-, Schmetterlingsblütler) regelmäßig mehr als ein Drittel bis ein Viertel der Gartenfläche einnimmt. Vor-und Nachkulturen: Schnellwachsende Gemüsearten wie Radies, Salat oder Spinat, werden, wenn die Hauptkulturen verteilt sind und noch genügend Zeit zur Verfügung steht, als Vorkulturen im Frühjahr oder als Nachkulturen im Sommer eingeplant.
Bodenfruchtbarkeit: Es gibt Gemüsearten die sich besonders günstig auf die Bodenstruktur auswirken, wie zum Beispiel Lauch, Buschbohnen oder Kartoffeln.Diese Pflanzenarten erzeugen einen besonders krümeligen Boden. Anbau und Erntetermine., oder wie man vorhandenen Platz optimal nutzt, wird im nächsten Blog behandelt.! Sie sehen, der Anbau des eigenen Gemüses ist eine Wissenschaft für sich..Es gibt natürlich noch viele Dinge die zu beachten sind und daher kann dieser Blogbeitrag soll nur einen kleinen Abriss der Dinge geben. Bei Fragen oder Hinweisen zu diesem Themen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung!
Ihre K. Wichert (Copyright)

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Ältere Beiträge:

Resumée zum Tag des Offenen Denkmals (Offenen Gartens)

Sonntag, den 09. September 2012, 11.00 - 17.00 Uhr

Seit vielen Jahren richtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz des Tag des Offenen Denkmals aus. So auch die Paderborner Abteilung der Stiftung. Vor einigen Monaten kam man auf uns zu und fragte an, ob wir bereit wären an diesem Tag unser Gartentor für interessierte Gäste zu öffnen. Nach kurzer Diskussion wurde man sich einig. So fand dann am 09. September 2012 eine der Paderborner Veranstaltungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als "Landpartie zum Alten Forstamt in der Durbeke (Altenbeken)" statt. Die Resonanz war hervorragend und mehr als 200 Gäste fanden den Weg zum Alten Forstamt im Teutoburger Wald. Das war gut die doppelte Anzahl der ursprünglich geplanten Teilnehmer. Aber für uns kein Problem..es war für Familie und Freunde eine schöne Gelegenheit für die interessierten und fachkundigen Gäste ein kurzweiliges Programm auf die Beine zu stellen. Das Event fand dann bei Temperaturen von teilweise mehr als 30 ° Celsius, statt.

Ablauf: Die Landpartie begann um 11.00 Uhr am Maspernplatz in Paderborn. Der erste Bus mit 50 Personen startete in Begleitung von Herrn Behringer pünktlich um 11.00 Uhr, eine halbe Stunde später kam dann die Gruppe in der Durbeke an, nachmittags um 15.00 Uhr wiederholte sich das Prozedere - die Gäste sammelten sich am Bus vor dem Maspernplatz in Paderborn, Herr Behringer gab auf der Fahrt eine kurze Einführung und gegen 15.30 Uhr erreichte der Bus das Tal. Die Gäste wurden dann am Gartentor persönlich begrüsst mit Infomaterial ausgestattet und in zwei Gruppen aufgeteilt und los gings..in den Garten. Die Gäste erfuhren Neues über die Geschichte des Hauses und des angrenzenden Waldes, über die historischen Rosen (die bei dem Wetter wundervoll dufteten), den Kräutergarten über den Mammutbaum und über den rekonstruierten, historischen Bauerngarten Die Führungen fanden 1/2 stündig statt. Anschliessend hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Kaffee und Kuchen im Hofgarten bereitgestellt. Man sass im Hofgarten an langen Tischen, kam mit anderen Gästen ins Plaudern - amüsierte sich über die Tauben die die ungewohnte Szenerie im Fluge betrachteten und über Clairchen, das zahme Huhn und Maskottchen des Hauses, das alle Gäste um Krümmel anbettelte. Auch die Katzen waren präsent, sassen unter den Tischen und hatten alles im Blick. Alle Besucher und auch die Gäste die einfach so vorbeigekommen waren, waren sich einig..es war ein schöner Tag im Alten Forstamt im Teutoburger Wald!

Hier finden Sie einige Auszüge der Texte zu Haus und Garten, die wir den Gästen mitgegeben haben:

......Der Garten: Auf der Südseite des Hauses befindet sich der Garten. Der Gartem entstand in der Zeit um 1849 parallel zum Umbau des Hauses . Diese Gartenform wird als „Deutscher Garten“ bezeichnet und zeichnet durch eine Unterteilung in geometrische Nahbereiche und im Fernbereich wird die Einteilung durch Busch– und Baumgruppen als Landschaftsgarten nach englischem Muster erreicht. Forstadjunkt Jolly erstellte damals die Pläne für diesen Garten. Jolly, dessen Vorname leider nicht überliefert ist wurde später Rentmeister bei der Familie Gaugreben in Bruchhausen. Auch die Anpflanzung seltener Pflanzen, wie zum Beispiel die gefüllten Schneeglöcken, geht auf Jolly zurück. Der weisse Duftjasmin, seltenene Obstbäume (eine besondere Pflaumenart die aus der Türkei stammt) die Anpflanzung von Wein gehen stammen ebenfalls von Ihm.(Dies wissen wir aus der damaligen Korrespondenz der Familie des Forstmeisters Erdmann die uns von Nachfahren des Forstmeisters zum Kopieren zur Verfügung gestellt wurde). Die heute in Hausnähe wieder hergestellte historische Gartenanlage geht auf ein Luftbild aus dem Jahr 1945 zurück. Bis 1972 befand sich das staatliche Forstamt auf dem Grundstück. Im Jahre 1972 wurde das Forstamt nach Paderborn verlegt, der damalige Landforstmeister Wernher Wiemer wohnte dann bis 1977 in dem Haus und zog in dann nach dem Verkauf an die Familie Prof. Hans-Walter Wichert und Dr. Ursula Wichert-Pollmann in das gegenüberliegende Forsthaus um. Im Jahre 1977 wurde das Alte Forstamt von meinen Eltern im Rahmen einer Versteigerung erworben. Die Rekonstruktion des Gartens begann noch im gleichen Jahr.

Rosenbeete: Viele historische und hauptsächlich englische Rosensorten haben den Weg in den Garten gefunden.So sind bei uns die schöne „Rose de Rescht“, die robusten und diesem Klima hervorragend angepassten englische Rosen von David Austin vertreten. Die "Austin Rosen" wie zum Beispiel die Rosen „ Heritage“, „Shropshire Lad „oder die reichhaltig blühende und wunderschöne „Crownprincess Margret“ und viele weitere Rosen erfreuen jedes Jahr auf Neue mit Blüte und Duft. Auch Strauch- und Rankrosen wie z.B. die wunderschön weiss blühende und herrlich duftende Uetersener Klosterrose haben Ihren Platz in den Rabatten und an den Rosenbögen des Gartens. Die Rosen werden von Pflanzen wie Rittersporn in weiss und blau, von Lavendel und bunt blühenden Ringelblumen begleitet. Am Rand der Rosenrabatten hat ein grosses Beet mit Sonnenblumen und weiteren Sommerblumen seinen Platz gefunden. Die Rosenrabatten werden durch zylinderförmig geschnittene Eiben mit einer Höhe von mehr als 2.80 Metern und Buchsbaumformgehölzen flankiert. Vier hölzerne Lärchenholz-Pergolen, die von Rankhortensien, Rankrosen,Clematis und weitern Pflanzen bewachsen sind - überspannen den weissen Gartenweg. Der Blick geht vom Garteneingang (dem Weissen Eichenholztor) auf die Rosenrabatten und bis zum weissen Pavillon am Ende des Gartens.

Gemüsegarten: Der Gemüsegarten ist durch einen Zaun eingefriedet und ist somit vor den gierigen Schnäbeln des Geflügels geschützt. Gans und Ente sind zwar immer auf Schneckensuche im Garten, können aber so dem Gemüse keinen Schaden zufügen. Der eigene Schafmist wird im Frühjahr unter die Pflanzen gegraben und trägt hervorragend zur Fruchtbarkeit des Gartens bei. Es ist eigentlich keine weitere Düngung notwendig. Folgende Gemüsesorten und Nutzpflanzen wachsen im Nutzgarten des Alten Forstamtes: Bohnen, Gurken, Kürbis, Weisskohl,Chinakohl, Fenchel, Sellerie, Wurzelsellerie, späte Erdbeeren,Kapuzinerkresse und Artischocke. Eine Meerettichpflanze und Grünkohl gedeihen ebenfalls bestens im Gemüsegarten. Obstbäume: An die Schafweide angrenzend wurden Apfelbäume gepflanzt. Boskopapfelbäume und verschiedene Sommeräpfel sorten, Pflaumen und Birnen wachsen hier. Es gibt auf dem Grundstück einen Quittenbaum und einen Pfirsichbaum die jedes Jahr eine reiche Ernte bringen. Am Rande der Weide wachsen Nussbäume. Auch Johannisbeerbüsche (rot und schwarz) und Stachelbeerbüsche, Brombeeren und Himbeeren sind ebenfalls vorhanden.

Küchenkräutergarten: Direkt vor dem „Kleinen Haus befindet sich der Küchenkräutergarten. Dieses Kräuterbeet ist beispielsweise mit Schnittlauch, Petersilie, Salbei, Thymian, Majoran, Oregano, Maggikraut sowie mit Beinwell und Bohnenkraut bepflanzt..

Pavillon ....
Der Pavillon stammt aus dem Jahr 1870. An ursprünglicher Stelle wurde dieser Pavillon abgerissen und
1986 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten nach Durbeke gebracht.
Der Schwer-Transport der Fenster nach Durbeke glich einem Himmelfahrtskommando.
Der mit festem Fundament versehene Pavillon wurde dann 1986 nach den Plänen des Architekten
Uwe Schweckendiek errichtet. Der Pavillon hat einen Boden aus Tudorfer Pflaster und
seine mehr als 300 Fenster sind mit alten Fensterscheiben bestückt. Das Holzdach trägt eine Kuppel und
die Lüftung wird durch Luftlächer unter dem Dach gewährleistet. Seine Stabilität hat der Pavillon
schon in diversen Stürmen bewiesen (u.a. hat er Kyrill unbeschadet überstanden) .
Heute stehen Tomatenplanzen ín Pavillon und man kann am Runden Tisch eine schöne Kaffeestunde mit Blick auf Garten und Wiese geniessen. Die nach historischem Vorbild angelegten und von Buchsbaum umstandenen Kräuterbeete und das Lavendelbeet schliessen direkt an den Pavillon an . In diesem Teil des Garten befinden sich auch die Komposthaufen mit deren Hilfe neue Blumenerde für den eigenen Gebrauch hergestellt wird. Ein kleines Bienenhaus und ein Schuppen bieten den Gartengeräten Platz. Eine Bruchsteinmauer begrenzt das Grundstück zum Wald
Schafe und weitere Tiere:
Auf dem Hof lebt Hahn Mütze mit seiner Hühnerschar, ein frählicher bunter Taubenschwarm, eine kleine Hobby-Schafherde aus White Wilthshire Horn Schafen, und Hund und Katz/en. Teilweise sind die Tiere handzahm und freuen sich immer über Streicheleinheiten.
„Das Dreieck“– oder die Anlage an der Auffahrt zum Haus
Vor dem Kleinen Haus, dem ehemaligen Bürogebäude, befindet sich ein kleines Arboretum welches
mit einem Rundschuppen (die früher als Darre zum Trocknen von Tannenzapfen.genutzt wurde).
Das Arboretum beherbergt einige seltene Bäume wie uralte Fichten, mehrere Säuleneiche,
Rhododendron, Buchen, Lärchen, Pfaffenhütchen, Jap. Zierahorn, historische Rosenbüsche und eine Küstentanne bestanden sind. Das Grundstück wird an dieser Stelle von einer langen Hainbuchenhecke gesäumt .
Der Hofgarten
Der Hofgarten bildet den Mittelpunkt der Anlage. Der Hofgarten verbindet das „Grosse Haus,
das Bürogebäude, den Schafstall,den Holzschuppen und das Büro.
Das nach altem Vorbild 1982 errichtete Torhaus dient als Lager für Heu und Stroh für die Tiere.
In der Mitte des Hofgartens steht ein 30 Jahre alter Nussbaum und vier sternfärmig
gepflasterte Wege unterteilen den Hof. Den Abschluss des Hofes zum Wald bilden das Torhaus und
die Mauer. An der mit Farnkraut und Kräutern wie z.B. Lavendel bewachsenen Mauer befindet sich eine Wasserstelle die ursprünglich für Pferde gedacht war und die auch heute noch als Tränke für die Tiere dient.
Ein alter Eisentopf und ein alter Taubenturm bilden dekorative Elemente auf dem Hof. Der
Blick aus den Ferienwohnungen geht auf den Hofgarten und auf den Nahen Wald.
Im Carport zwischen Grossem und Kleinem Haus befindet sich ein Freisitz. Hier kann man auch
bei schlechtem Wetter sitzen.
Scheune: Das efeu-und rosenumrankte hölzerne „Alte Scheuentor“ erinnert noch an die Verwendung der
Scheune als Lager für Heu und Stroh. Die Scheune wird heute als Lager für Bücher genutzt.
Im Mittelalter stand vor der heutigen Scheune wohl ein Wohnturm., heute wächst an diesem
Platz ein mächtiger Gingkobaum. Text: Wichert/Wichert-Pollmann, September 2012
weiter: Das alte Forstamt in den Medien